Inge Langen


Presse - Kritiken

"Jeanne d'Arc" (Burgtheater Wien und Bregenzer Festspiele)

Vorarlberger Nachrichten
...Allen voran nennen wir Inge Langen, die blutvolle und erschütternde Jeanne. Welche Kraft der beherrschten Sprache, welcher hinreißende Schwung, als sie ihre Fahne entdeckt und aus der Ecke holt und entfaltet. Das gute alte Fahnenmotiv mit seiner magischen Kraft ist wieder jungfräulich neu. Wie erschütternd ihr Zusammenbruch im Gespräch mit Peter Manuel, als dieser ihr die Familie vor Augen stellt. Noch Mensch? Nur noch ein Häufchen menschlichen Elends, zusammengekauert auf ein Nichts die große Johanna. Dann der grelle Aufsprung der grässlichen Angst vor dem Scheiterhaufen, die Schonungslosigkeit bis zum Zusammenbruch, kein falscher Ton darin, keine Geschmacksverirrung in der Maßlosigkeit, Die Kraft der Verklärung in der Vision und endlich die Größe der Märtyrerin, die auch den kritischen Zuschauer, wie die vorausgehenden zwei großen Szenen mit Peter Manuel und vor dem Gericht, die Augen verschleiert und die Kehle zuschnürt, das ist die Entdeckung einer großen Tragödin, die dem Burgtheater erhalten bleiben muss. .......

Salzburger Nachrichten
Die interessanteste Leistung des Abends - die einzige interessante Leistung - bot Inge Langen als Johanna, Selten noch war in Burgtheater ein so ausdrucksvolles Gesicht zu sehen, selten noch hat es eine Schauspielerin vermocht, durch die bloße Kunst ihrer Mimik so viel Leid und so viel Freude, wie die Johanna erduldet und erlebt, in einem solchen Maße auszudrücken. Dieses Gesicht durchbrach das Stück und warf sein Licht auf das tatsächliche, weltgeschichtliche Ereignis. .........

Neue Zürcher Zeitung
....Gründe, weshalb Max Mells Johanna – wie schon seine Magdalena im "Apostelspiel" zu den erschütterndsten Gestalten der Bühnenliteratur gehört; man glaubt ihr unbedingt, dass sie glaubt. Es sei hier gleich gesagt, dass Inge Langen, die Johanna unserer Aufführung, sich diese ebenso herrliche wie schwierige Rolle ganz und gar zu eigen gemacht hat und sie auf ideale Weise so darstellt, dass man auch ihr, der Schauspielerin unbedingt glaubt. Man ist überzeugt, dass sie die heilige Katharina und die heilige Margareta gesehen hat, wenn sie in ihrer kindlich-strahlenden Art zu ihrem Gesprächspartner die Worte spricht:
....Ich sehe sie körperlich, so wie ich Sie jetzt sehe, ich schaue in ihre Angesichter, Die sind so, dass ich ihre reichen Kronen, ihre strahlenden Gewänder daneben kaum ausnehme, Denn von dort, wo sie herkommen, bringen sie ein Licht auf ihren Gesichtern mit, anders als alles Licht, das wir kennen. Ein furchtbares Licht, denn es ist durch den Tod gegangen, Da fühle ich, dass er keine Machtmehr über sie hat. ........

Österreichische neue Tageszeitung
....... Die Rheinländerin Inge Langen, die mit der Rolle der Jeanne d'Arc ihre Wirksamkeit am Burgtheater beginnt, darf nicht nur als einzigartige Idealbesetzung gerade dieser Gestalt begrüßt werden; vielmehr sind ihr Reichtum an mimischen Übergängen vom Leidverzerrten zum beseligenden Lächeln ihr Ineinandergleiten von Intellekt und Gefühlsreichtum, ihr knabenschlanker Fanatismus bei gleichzeitigem Aufleuchten hingabefreudig-fraulicher Weichheit und Schmiegsamkeit die Anzeichen einer darstellerischen Vielfalt der Register, die uns von dieser hochbegabten jungen Schauspielerin für die Zukunft noch viel erwarten lassen. ..........

Bild / Telegraf
...dass sie wenigstens menschlich war, ist das Werk der außerordentlich begabten Inge Langen, die ihre wenigen Chancen zu nützen wusste und diesem Fragment einer Johanna ein paar unendlich warme Augenblicke abzwang. .....(Paul Blaha)

Vorarlberger Volksblatt
...unbestritten aber wird sein, dass nicht sobald eine Johanna auf unseren Bühnen gefunden werden wird, die, die Kunst der Sprache mit dem Erleben verbinden kann wie Inge Langen. ......

Weltpresse,
... Inge Langen vom knabenhaften Scheitel bis zur leisen Sohle eine glühende Verfechterin des Glaubens und doch voll mädchenhafter Sehnsüchte hat ihr Burgtheater-Debüt glänzend bestanden und wurde begeistert gefeiert. .......

...... Die an der Burg debütierende Inge Langen ließ große Augenblicke erleben, es war die Kunst einer bedeutenden Schauspielerin, die dem Worte die Seele gab. Ihr erstes Auftreten wurde zu einem triumphalen Erfolg, wie man ihn an der Burg nur selten verzeichnet. ........(Wolfgang Kraus)

Volksblatt,
.....Ingel Langen, die damit zum ersten Mal am Burgtheater auftrat, zeichnete ihre Jeanne mit jener leidenschaftlichen, brennenden Intensität, die diese innere Dramatik Gestalt werden lässt und eroberte ihr Publikum im Sturm....

Arbeiter Zeitung,
.......... Stärksten Glanz strömte als Jeanne d'Arc die Burgtheaterdebütantin Inge Langen aus, die über einfach alle Mittel einer Heroin in reichem Maß verfügt .... zum Schluss starker Beifall, der immer wieder zum Orkan anschwoll, wenn Inge Langen vor dem Vorhang erschien.........

Münchner Merkur,
........ Inge Langen eine Johanna, die mit einer für einen jungen Menschen seltenen Kraft sich in Innigkeit und Wesentlichkeit des Ausdrucks zusammenfasst und eben dadurch den Glanz der Größe gewann und den ganzen Abend trug. ........
Die gertenschlanke Inge Langen verfügte im Ausdruck des Schmerzes und der Siegesgewissheit über unerwartete Wandlungsfähigkeit und fesselte durch reich nuancierte Diktion, die vornehmlich im letzten Anruf Christi schon nicht mehr von dieser Welt zu sein schien. .......

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